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Ratgeber

Pfanne für Induktion: Welche funktioniert auf dem Kochfeld?

Von Batuhan Furkan Tarman, Trovanta · Stand Oktober 2026 · So arbeiten wir

Das Wichtigste in Kürze

Auf Induktion funktioniert jede Pfanne, deren Boden ferromagnetisch ist. Das trifft auf Gusseisen, Eisen, emaillierten Stahl und magnetischen Edelstahl zu, bei Aluminium nur mit eingepresster Stahlplatte. Prüfen Sie den Boden mit einem Magneten: Haftet er überall gut, wird die Pfanne erkannt. Ob beschichtet oder nicht, entscheidet danach das Kochen, nicht der Herd.

Schnell entscheiden

  • Wenn Sie nicht wissen, ob Ihre vorhandene Pfanne passtdann halten Sie einen Magneten an mehrere Stellen des Bodens.
  • Wenn Sie oft Eier, Fisch oder Pfannkuchen bratendann passt eine beschichtete Pfanne mit magnetischem Boden für mittlere Hitze.
  • Wenn Sie scharf anbraten möchtendann wählen Sie eine Pfanne aus Edelstahl, Gusseisen oder Eisen.
  • Wenn Sie eine Aluminiumpfanne möchtendann achten Sie darauf, dass die Stahlplatte möglichst den ganzen Boden bedeckt.

Ein Induktionskochfeld erwärmt nicht die Glasfläche, sondern direkt den Boden des Kochgeschirrs. Das funktioniert nur, wenn der Boden aus einem Material besteht, das auf ein Magnetfeld reagiert. Deshalb ist die Frage, welche Pfanne auf Induktion passt, vor allem eine Frage des Materials.

Warum braucht eine Pfanne für Induktion einen magnetischen Boden?

Unter der Glasfläche liegt eine Spule, die ein schnell wechselndes Magnetfeld erzeugt. In einem ferromagnetischen Pfannenboden entstehen dadurch Wirbelströme, die den Boden erhitzen. Ohne magnetisches Material passiert nichts: Das Kochfeld erkennt die Pfanne nicht und bleibt kalt. Ist nur ein Teil des Bodens magnetisch, wird auch nur dieser Teil warm. Das zeigt sich etwa daran, dass Speisen in der Mitte bräunen und am Rand blass bleiben.

Der Magnettest

Ob eine Pfanne geeignet ist, können Sie in wenigen Sekunden prüfen. Halten Sie einen Magneten an verschiedene Stellen des Bodens. Haftet er überall gut, ist die Pfanne für Induktion geeignet. Haftet er gar nicht, funktioniert sie nicht. Haftet er nur in einem Ring oder in der Mitte, hat die Pfanne eine eingesetzte Stahlplatte, die kleiner ist als der Boden. Viele Hersteller drucken außerdem ein Symbol für Induktion auf Boden oder Verpackung. Der Magnettest ist trotzdem die zuverlässigste Prüfung, auch bei Geschirr, das Sie schon besitzen.

Welche Materialien funktionieren?

Gusseisen und Eisen

Beide sind durch und durch magnetisch und funktionieren auf Induktion ohne Einschränkung. Sie speichern Wärme gut, vertragen hohe Temperaturen und eignen sich zum scharfen Anbraten. Dafür sind sie schwer und brauchen Pflege, damit sie nicht rosten. Schieben Sie schwere Pfannen nicht über die Glasfläche, sondern heben Sie sie an.

Emaillierter Stahl

Stahl mit Emailleschicht ist magnetisch und gut geeignet. Die Emaille schützt vor Rost, kann aber bei Stößen abplatzen.

Edelstahl

Hier kommt es auf die Legierung und den Aufbau an. Nicht jeder Edelstahl ist magnetisch. Pfannen mit mehrschichtigem Boden, bei dem eine magnetische Schicht außen liegt, funktionieren in der Regel gut. Achten Sie auf die Herstellerangabe und machen Sie im Zweifel den Magnettest.

Aluminium, Kupfer, Glas und Keramik

Diese Materialien sind nicht magnetisch. Aluminiumpfannen funktionieren nur, wenn eine Stahlplatte in den Boden eingepresst ist. Je kleiner diese Platte im Verhältnis zum Boden ist, desto schlechter wird die Pfanne erkannt und desto ungleichmäßiger wird sie warm.

Beschichtung, Edelstahl oder Gusseisen?

Wenn der Boden passt, entscheidet die Art, wie Sie kochen. Beschichtete Pfannen sind praktisch für Eier, Fisch und alles, was leicht anhängt, und brauchen wenig Fett. Sie vertragen aber keine sehr hohe Hitze und kein Metallbesteck, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt. Edelstahl ist robust und spülmaschinenfest, Speisen hängen anfangs aber leichter an. Gusseisen und Eisen bilden mit der Zeit eine natürliche Patina und eignen sich für Steaks und Bratkartoffeln. Viele Haushalte kommen mit einer beschichteten Pfanne und einer aus Edelstahl oder Eisen gut aus.

Induktion heizt schnell. Erhitzen Sie beschichtete Pfannen deshalb nie leer auf höchster Stufe und halten Sie sich an die Temperaturangaben des Herstellers.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Ist die Pfanne ausdrücklich für Induktion angegeben, und bedeckt der magnetische Teil möglichst den ganzen Boden?
  • Passt der Bodendurchmesser zu Ihren Kochzonen?
  • Ist der Boden plan und dick genug, damit er sich bei Hitze nicht verzieht?
  • Nennt der Hersteller Material, Beschichtung, Pflege und die zulässige Höchsttemperatur?

Pfannenmaterialien auf Induktion im Vergleich

Bauarten im Vergleich, ohne Rangfolge. Welche passt, hängt von Ihrem Einsatz ab.

KriteriumGusseisen und EisenEmaillierter StahlEdelstahlAluminium mit Stahlplatte
Auf Induktionohne Einschränkunggut geeignetje nach Legierung und Aufbaunur mit eingepresster Stahlplatte
Magnettesthaftet überallhaftet gutim Zweifel testenhaftet nur im Plattenbereich
Hohe Hitzeverträgt hohe Temperaturenje nach Modellverträgt hohe Hitzeje nach Modell
Wärmeverteilungspeichert Wärme gutje nach Modellje nach Modellungleichmäßig bei kleiner Platte
Pflege und Schwächenschwer, braucht Pflege gegen RostEmaille kann bei Stößen abplatzenrobust und spülmaschinenfestje nach Modell

Tabelle seitlich wischen, um alle Bauarten zu sehen.

Typische Fehlkäufe vermeiden

  • Kleine Stahlplatte im Aluminiumboden. Je kleiner die Platte im Verhältnis zum Boden ist, desto schlechter wird die Pfanne erkannt und desto ungleichmäßiger wird sie warm. Prüfen Sie den Boden mit einem Magneten.
  • Boden passt nicht zur Kochzone. Vergleichen Sie den Bodendurchmesser vor dem Kauf mit Ihren Kochzonen, damit die Pfanne gut erkannt wird.
  • Beschichtete Pfanne leer aufgeheizt. Induktion heizt schnell. Erhitzen Sie beschichtete Pfannen nie leer auf höchster Stufe und halten Sie sich an die Temperaturangaben des Herstellers.

Was die Recherche ergibt

Zusammengefasst aus unabhängigen Quellen, Stand Oktober 2026. Die Quellen stehen unten.

  • Große Temperaturunterschiede am Pfannenboden

    Im Test von 13 PTFE-freien Pfannen maß Stiftung Warentest auf Induktion am Boden einer Pfanne Temperaturunterschiede von bis zu 200 Grad. Mehrere Modelle wurden ungleichmäßig warm. Ein magnetischer Boden allein sagt also noch nichts darüber, wie gleichmäßig eine Pfanne brät (Stiftung Warentest, 2024).

  • Antihaftwirkung lässt oft früh nach

    Für den Haltbarkeitstest wurden im Labor 200-mal Eier gebraten, die Pfannen wiederholt auf 300 °C erhitzt und in der Spülmaschine gereinigt. Bei vielen Pfannen hingen die Eier schon früh an, nur zwei von 13 Modellen erhielten insgesamt das Urteil gut. Rechnen Sie damit, dass eine Beschichtung ein Verschleißteil ist (Stiftung Warentest, 2024).

  • Leer erhitzt wird es schnell zu heiß

    Eine PTFE-Beschichtung zersetzt sich laut Verbraucherzentrale oberhalb von 360 °C und setzt dabei giftige Gase frei. Eine leere Pfanne kann diese Temperatur auf modernen Herden nach 2 bis 5 Minuten erreichen. Angaben wie 230 °C oder 260 °C Höchsttemperatur in der Anleitung deuten meist auf PTFE hin (Verbraucherzentrale, 2026).

  • PFAS-Angaben fehlen häufig

    Die Verbraucherzentrale NRW prüfte im Juni 2026 die Angaben zu 31 Pfannen: 17 enthielten PFAS, 9 waren PFAS-frei, bei 5 blieb es unklar. Zu 18 Pfannen fand sich online keine Information, die Hersteller mussten angefragt werden. Achten Sie auf die Angabe „PFAS-frei“ oder „fluorfrei“ (Verbraucherzentrale NRW, 2026).

  • Gusseisen und Säure vertragen sich schlecht

    ÖKO-TEST prüfte zehn Gusseisenpfannen. Drei unbeschichtete Pfannen gaben im Test mit Zitronensäure Metalle wie Eisen, Mangan, Vanadium und Arsen über den Richtwerten des Europarats ab, zwei emaillierte Pfannen Cadmium über dem EU-Richtwert. Schmoren Sie Saures wie Tomaten oder Wein nicht in unbeschichtetem Gusseisen, auch weil Säure die Patina ablöst (ÖKO-TEST, 2025).

  • Pfanne mittig und passend aufsetzen

    Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, die Pfanne immer in die Mitte der Kochzone zu stellen und Kochgeschirr zu nutzen, das die markierte Zone ganz bedeckt. Pfannen mit verzogenem Boden sollten Sie nicht mehr verwenden, auch wenn sie noch warm werden. Die Empfehlung ist älter, sie stammt von 2016 (Bundesamt für Gesundheit, 2016).

Mythen und Fakten

„PFOA-frei“ heißt ohne Fluorchemie.
Nein. PFOA ist verboten, und „PFOA-frei“ bedeutet meist nur, dass andere fluorhaltige Stoffe verwendet wurden. Pfannen ganz ohne PFAS tragen Angaben wie „PFAS-frei“ oder „fluorfrei“ (Verbraucherzentrale).
Keramikpfannen sind immer frei von PTFE und halten ewig.
Manche als Keramik beworbene Pfannen enthalten PTFE mit Keramikpartikeln. Auch echte Keramikbeschichtungen verlieren mit der Zeit ihre Antihaftwirkung und sind oft nicht spülmaschinenfest (Verbraucherzentrale).
Gusseisen gibt nichts ans Essen ab.
Im Test gaben einige Gusseisenpfannen bei Kontakt mit Säure Metalle über den Richtwerten ab. Beachten Sie die Pflegehinweise und schmoren Sie Saures besser in anderem Geschirr (ÖKO-TEST).
Quellen (6)
  1. Pfannen im Test, Stiftung Warentest
  2. Pfannen im Test: Heftartikel, Stiftung Warentest
  3. Pfannen und PFAS: Wie gefährlich ist die Teflon-Beschichtung?, Verbraucherzentrale
  4. PFAS in Pfannen: Marktcheck 2026, Verbraucherzentrale NRW
  5. Gusseiserne Pfannen im Test, ÖKO-TEST
  6. Faktenblatt Induktionskochherd, Bundesamt für Gesundheit (Schweiz)

Aktuelle Preise vergleichen

Preise ändern sich oft mehrmals am Tag, deshalb nennt Trovanta keine festen Preise. Die Preisvergleiche zeigen für „Pfanne Induktion“ die aktuellen Angebote vieler Shops nebeneinander. Prüfen Sie die Angebote mit den Kriterien oben.

Häufige Fragen

Warum wird meine Pfanne auf dem Induktionsfeld nicht erkannt?

Meist ist der Boden nicht oder nicht ausreichend magnetisch, etwa bei Aluminium, Kupfer oder manchen Edelstahlsorten. Auch eine eingepresste Stahlplatte, die nur einen kleinen Teil des Bodens bedeckt, kann zu schwach erkannt werden. Prüfen Sie den Boden mit einem Magneten und achten Sie darauf, dass die Pfanne zur Größe der Kochzone passt.

Ist eine beschichtete Pfanne auf Induktion schlechter als eine aus Edelstahl?

Für das Kochfeld zählt nur der magnetische Boden, nicht die Beschichtung. Beschichtete Pfannen eignen sich für Eier, Fisch und Pfannkuchen bei mittlerer Hitze. Edelstahl und Gusseisen vertragen hohe Hitze zum scharfen Anbraten. Da Induktion schnell heiß wird, sollten Sie beschichtete Pfannen nie leer auf höchster Stufe aufheizen und die Herstellerangaben beachten.

Hinweis

Dieser Ratgeber gibt allgemeine Informationen und beruht nicht auf eigenen Labortests. Maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Herstellers.

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